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Die Herren Brüder legten sich hierauf zu Bett und ver-schliefen den Rest der Nacht.
Am Morgen nahm sich Tobias vor, noch einen rechtverwegenen Streich auszuführen und Rosalien beim Ab-schiede unversehens zu küssen; aber sie kam nicht zum Vor-schein, und der Vater entließ ihn mit ziemlich kalten Wor-ten. Mißlaunig zog er ab, bestieg seinen Gaul, und sün-digte dabei so sehr gegen die Regeln der Reitkunst, daßer das Pferd durch einen plumpen Ruck mit dem Zügelzum Aufbäumen reizte und rücklings herab einem Stall-knechte des.Obersten in die Arme fiel. Das war demschulgerechten Reiter, der aus dem Fenster sah, ein solchesAergerniß, daß er dem Stümper ohne Umstände zurief:„Herr von Hopfenberg, wenn Sie zum Ritterstande gehö-ren wollen, so lernen Sie reiten!"
Bei diesem ungeneigten Betragen ließ sich kaum eineneue Einladung nach Nothstein wieder erwarten, und un-gerufcn konnte Herr Tobias nicht einsprechen, weil er da-durch die Larve der Gleichgültigkeit, womit er Rosalienunter die Augen treten wollte, durchlöchert hätte. Wosollte nun die Gelegenheit Herkommen, den letzten Versuchanzustellen ?
Aber schon nach drei oder vier Tagen ward diese Sorgegehoben. Ein Diener des Obersten brachte eine Karte desInhalts: „Herr von Hopfenberg habe die Güte, morgenMittags bei mir zu speisen. Mein Sohn, der Dragoner-offizier, ist auf Urlaub gekommen und wünscht unsers neuenHausfreundes Bekanntschaft zu machen."
Sogleich setzte sich Tobias auf's hohe Pferd und sagte