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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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wegen in ein altadeliches Geschlecht einheirathen ; dennHebebaum, mein Gerichtshalter, besteht darauf, daß ichmich standcsmäßig vermählen soll. Was fragt' ich sonstnach der hagern, bleichen, immer spöttelnden, immer sti-chelnden Nosalie? Ich wüßte wohl ein anderes hüb-sches Mädchen, das ich sür's Leben gern zur Frau nähme,wenn's der Gerichtshalter zuließe."

Kenn' ich dieses Mädchen vielleicht?" fragte Schnäbler.

Offenherzig nannte Tobias sein Liebchen.

Alle Weiter!" rief Jener, der Hannchen einige Tagezuvor in Bienenfeld gesehen hatte:das ist ein herrlichesMädchen; das wär' einer Thorheit werth!"

Gewiß und wahrhaftig!" seufzte Tobias.Aber washilst's? Ich muß dem Gerichtshalter folgen; denn ich er-hielt nur noch gestern von ihm einen Ermahnungsbricf,der wie mit einem Zaunpfahle geschrieben und mit so vielgrobem Sande bestreut war, daß ich für diese Last dop-peltes Postgeld bezahlen mußte. Ich sah hieraus den ha-stigen Eifer, womit er geschmiert hatte; daher muß ichzum Kreuze kriechen. Doch geb' ich Hannchen deßwegennicht auf. Ich werde Rosalien, als gnädige Frau vomHause, verehren und Hannchen lieben. Das geherecht gut, sagte der schlaue, mit allen Hunden gehetzteFuchs, der Gerichtshaltcr. Ich könne, meint' er, dasMädchen in aller Stille ausstatten, und meinem alten,eisgrauen Verwalier antrauen lassen: so hätt' ich dasjunge Weibel immer in der Nähe, und das Uebrige würdesich finden."

Das ist ein Vorschlag zur Güte;" sagte Schnäbler.Zwei halbe Ehen mache» eine ganze, und Du hast dabeiden Ncbenvortheil, daß Du Dich als ein wahrer Welt-mann zeigst."