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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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aller Welt sind. Man läßt mir keine Ruhe, ich muß im-mer mehr schreiben, und ich habe daher jetzt wieder einhöchst wichtiges Werk unter der Feder, das ich auf Vor-ausbezahlung herausgebe. Er nannte mir nun einen kau-derwälschcn Titel und überreichte mir ein dickes Namen-buch, mit gehorsamstem Ersuchen, mich einzuschreiben undzwei Reichsthaler für ein Exemplar zu erlegen. Ichbrauche keine Bücher, sagt' ich; er ließ aber nicht nach,bis ich mich entschloß, ein halbes Exemplar zu nehmenund ihm einen Thaler hinwarf"

Ein unbändiges Gelächter erhob sich. Tobias fragte,worüber man lache,lieber Ihr halbes Exemplar;"sagte der Oberste.Das kommt mir gerade so vor, alsob Sie sich bei dem Schneider einen halben Rock mit Ei-nem Aermel bestellten."

Sic machten einen köstlichen Bull, der den besten iri-schen an die Seite zu setzen ist;" fiel Rosalie ein.Dochweiter in dem Text! Was sahn Sie von Kunstwerken?"

Eins der merkwürdigsten," antwortete Tobias:einenhölzernen Mann, der sprechen und prophezeihen konnte.Blitz! was waren da für honnete Leute, die sich heimlichvon ihm wahrsagen ließen!"

Und Sie doch wohl auch?" fragte ein Mitgast.

Gehorsamer Diener, das that ich nicht;" versetzte To-bias.Denn hätt' er mir ein gewisses Glück ' er sahdabei Rosalien scharf anabgesprochen, so wär' ichentweder ohnmächtig geworden, oder hätt' ihm eine Ohr-feige gegeben, daß er in tausend Stücke zerfallen wäre."

Aber ich bitte Sic," sagte Rosalie,von solchen Gau-kelpossen ist doch gar nicht die Rere. Ich fragte nachKunstwerken. Sahn Sie nicht zum Beispiel die Bil-dergallerie?"

Langbein'S sämmtl. Schr. IX. Bd. 21