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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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bewogen habe, sich eines so possierlichen Fuhrwerks zubedienen.

Daran ist niemand Schuld, als ein in Reimen ge-schriebenes Buch," antwortete Tobias.Da steht drin,daß den Damen das Neue gefalle, und so verblendetemich der Teufel, den Eulenspiegelstreich zu machen, weilich mich einem gewissen verehrten Gegenstände durch et-was Neues empfehlen wollte."

Geben Sie diese schöne Hoffnung nicht auf!" sagteder scherzhafte Oberste.Ich will Ihnen selbst mit Rathund That an die Hand gehen. Doch weiß ich freilichnicht, ob sich die Dame, auf die Sic es gemünzt haben,unter denen befindet, die Sie heute in meinem Hause an-trcffcn werden."

O, gewiß und wahrhaftig!" crwicderte schmunzelnd To-bias.

Nun gut!" fuhr der Oberste fort.So wollen wirLei Ihrer nöthig gewordenen Umklcidung den Zweck derNeuheit und Sonderbarkeit zu erreichen suchen. Ich be-sitze noch das prächtige und wohlerhaltcne Bräutigamskleidmeines Großvaters. Ziehen Sie das an! Ich leihe Ih-nen dazu ein Paar Kourierstiefcln, und in dieser Figurwerden Sie alle Damen bezaubern."

Herr von Hopfcnbcrg ließ sich den wunderlichen Vor-schlag gefallen. Der Oberste sandte ihm ein breites aus-gesteiftes Kleid von schwarzem Sammt, mit großen, schonam Ellbogen anfangcndcn Aufschlägen von Goldstoff, die,an der Seite aufgcschlitzt, bei jeder Bewegung wie Fah-ne» wehten. Der Tropf legte dieß Alterthum an undversenkte sich in die starren, mit ungeheuer» Spornen ver-sehenen Stiefeln, deren Stulpen so hoch übcr's Knie rag-ten, daß sic die zum Bräutigamsrocke gehörige Weste von