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Verliebter, als er gekommen war, kehrte er in seineWohnung zurück und faßte den kühnen Entschluß, sich ge-gen seinen Tyrannen zu empören und Hanuchcn zu hei-rathcn. Aber in der Nacht träumte ihm, daß der-großeKnecht Ruprecht vor ihm siche und ihn mit geballter Nie-scnfaust warne, keinen dummen Streich zu machen, son-dern zu bedenken, daß er ein Edelmann sey. Dieserschwere Traum, dessen er sich am Morgen lebhaft erinnerte,löschte das aufgeloderte Srrohfeucr seines Muthes sogleichwieder aus und machte eine Anwandelung von Adelstolzin ihm rege. Er ging, da es Sommer und schönes Wet-ter war, in den Garten , um die Art und Weise, wie erin Rothstein als Freier auftreten wollte, ungestört zuüberlegen.
Indem er nun, lustwandelnd und Tabak schmauchend,einen glücklichen Einfall zu erhaschen suchte, kam er aneine Laube und sah mit einiger Verwunderung auf demdarin stehenden Tische ein Buch liegen. Aus seiner eige-nen Bibliothek war cs nicht: denn diese bestand nur auseiner Anweisung zum Bicrbrauen und dem Haushaltungs-Kalender. Es mußte folglich ein benachbarter junger Edel-mann, der Tages vorher zum Besuch gekommen, und, daer niemand zu Hause gefunden, in den Garten gegangenwar, das fremde Wunderding zurückgclassen haben. To-bias nahm den Fündling etwas linkisch in die Hand, schlugdas Titelblatt auf und las: Gocthe's Werke.
„Goethe?" — sprach er für sich und sann über denunbekannten Namen ein Weilchen nach. „Wer ist derGoethe? Ich habe mein Lebtage nichts von ihm gehört?"
Er blätterte hin und her, las hier und da eine Zeile,fand aber unter allen Gedichten des ersten Bandes, derihm in die Hand gefallen war, kein einziges nach seinem