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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
302
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ßürzung blaß.O, die glückliche Frau von Schönau!Ich muß sie beneiden."

Ich wüßte nicht/ warum?" sagte Hannchen.Wer soreich und unabhängig ist, als Sic, Herr von Hopfcnberg!der braucht niemand zu beneiden: er kann sich jeden Wunschgewähren."

Das denken Sie!" sprach er seufzend,ich weiß ambesten, wo mich der Schuh drückt."

Indem er so ächzte, kam der Wagen, der Hannchenabhole» sollte. Der Kutscher trat in die Stube und er-griff den Koffer, um ihn auf den Wagen zu bringen.Hannchen wollte mit anfaffen: doch der zärtliche Tobiasbemächtigte sich rasch der einen Handhabe, und trug, alsGehülfc des Kutschers, den Koffer hinaus. Hannchen sahruhig zu, als wäre das ganz in der Ordnung. Aber mitEntsetzen stürzte Benedict aus der Schulstube, bat tausend-mal um Verzeihung, wollte die unanständige Bürde demJunker abnchmen, und schalt, als er zurllckgewiesen ward,auf das Mädchen los:Um des Himmels willen! wiekannst du das zugcben ? Es ist ein ordentliches Majestäts-Verbrechen, dir von unserm gnädigen Herrn aufwarten zulassen."Ich hab's ihm nicht geheißen;" sagte Hann-chen,und er wartet mir gern auf, wie es scheint."Welche Einbildung!" rief der Vater.Hüte dich, duTochter eines armen Schulmeisters, vor eitlen Gedanken!"

Dieses Gemurmel auf der Hausflur unterbrach des Jun-kers Rückkunft vom Wagen. Hannchens Abschied von ihmfiel wegen der Gegenwart des Vaters kälter und trocke-ner aus, als wohl sonst geschehen wäre. Er hob sie, trotzaller Einwendungen des. Alten, in den Wagen, drückte ihrnoch kräftig die Hand, und die Reise ging fort.