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>vir halten uns an den Zopf, nicht an den Paß; dennmit dergleichen falschen Papieren thun sich verschlageneDiebe sorgfältig versehen."
Der Hauptmann mochte sagen, was er wollte, er wardvon dem klugen Schneider nicht angehört, und der Stadt'knecht rasselte mit den Ketten, um sic ihm anzulcgcn.
Da trat, wie ein Engel vom Himmel, ein alter ver-abschiedeter Grenadier, der vormals unter Haberlicbs Fuch-tel gestanden hatte, in die Stube. Die Kameraden erkann-ten einander sogleich, und der graue Schnurrbart, der imOrte ansässig und dem Bürgermeister als ehrlicher Mannbekannt war, erbot sich, für des Hauptmanns Schulvlofig-keit mit Haus und Hof zu bürgen. Jetzt geruhte die hoheStadtobrigkcit, den bisher verschmähten Paß des Ansehenszu würdigen, und gestand mit einiger Beschämung dieMöglichkeit zu, daß zwei verschiedene kleine Männer, mitlangen Zöpfen und fast ähnlichen Namen, in der Weltherumlaufen könnten. Nach dieser Ehrenerklärung zog derBürgermeister mit seinem Gefolge wieder ab.
Aber der Hauptmann hatte durch diesen verdrießlichenVorfall ein solches Haar in seinen langen Haaren gefun-den , daß er sie sich auf der Stelle von dem Grenadierabschneiden ließ, um nicht nochmals für seinen umgekehr-ten Namensvetter, den Kassendieb, angesehen zu werden.
Als die traurige Handlung vorbei war, nahm er Extra-post, und fuhr so schnell als möglich in seine Wohnstadtzurück.
Dort angekommcn, ging er sogleich in die Zeitungs-Expedition und ließ sich die Handschrift des Steckbriefeszeigen. Er kannte sic auf den ersten Blick. Sie gehörteeinem jungen Manne, der seit einiger Zeit VictoriensVerehrer war und sich als Hausfreund eingenistet hatte.