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und schlug ihm den Maßstab aus der Hand. „Respektgegen die Obrigkeit!'' sagte der Bürgermeister. „Sonstsind Lente hier, die werden Euch zahm machen thun." —Als sich der Hauptma.nn aber dennoch gegen den wieder-holten Mcßversuch grimmig wehrte, hielten ihn der Stadt-knecht und die beiden Schildwachen, wie Hetzhunde einwildes Schwein. Der Bürgermeister maß indessen denZopf und sagte: „Ganz richtig! Ihr sepd der Dieb, denein Steckbrief verfolgt, und wir werden Euch ausliefcrnthun."
„Raset Ihr?" — rief der Hauptmann. „Ich ein Dieb?— Wie wollt Ihr das beweisen?"
„Durch gegenwärtigen Steckbrief!" versetzte der Bür-germeister, und las nach aufgepflanzter Brille aus derZeitung, wie folgt:
„Ein gewisser Mensch, Namens Liebhaber, hat„sich wegen eines bedeutenden Kassen-Dicbstahls auf„flüchtigen Fuß gesetzt. Er ist ungefähr vierzig Jahr„alt, sehr klein und sehr dick, und zeichnet sich beson-ders durch einen ungewöhnlichen, beinahe zwei Ellen„langen Zopf, den er bisweilen in die linke Rocktasche„steckt, unverkennbar aus. Alle Civil- und Militär-behörden werden ersucht, den Entwichenen im Be-„tretungsfalle zu verhaften u. s. w."
„Adlich von Kibitzische Gerichtezu Stoppelfeld."
„Nun, was geht mich der Kerl und der Steckbrief an?"schrie der Hauptmann. „Ich heiße Haber lieb: dasbeweiset mein Paß."
„Ein pfiffiger Spitzbube!" sagte der Bürgermeister lä-chelnd zu den Umstehenden. „Liebhaber und Haber-lieb, rin lustiges Wortspiel! Das Hilst Euch aber nichts;