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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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Da ging dem Hauptmann Plötzlich ein Licht auf. Er ranntein seine Wohnung und fand den zärtlichen Krauskopf anVictoricns Seite.Madam!" sprach er höhnisch:Siesenden Steckbriefe gegen einen gewissen Liebhaber ans, undhaben den Ihrigen in den Armen. Aber ich bcdaurc, daßich ihm, dem Gerichtsschreibcr zu Stoppelfeld das ver-muthlich im Monde liegt den Weg ins Zuchthaus bah-nen muß."

Beide erschrocken; denn die Handschrift, die Haberliebvorzeigte, ließ sich nicht abläugnen. Victorie wollte, nach-dem sie sich etwas gefaßt hatte, die Sache als einen Spaßbehandeln. Es sep bloß ihre Absicht gewesen, sagte sie,ihm durch den Steckbrief, den er unnöthiger Weise übelnehme, den garstigen Zagel vom Kopfe wegzuscherzcn, undsich nebenbei den Gewinn einiger darauf eingegangencnWetten zu verschaffen.

Verdammter Spaß!" schrie Haberlieb.Ich ward alsDieb angehalten, man wollte mich in Ketten und Bandenschlagen Höll' und Teufel! ich ein Dieb! DiesenSchimpf kann nur Blut auslöschen."

Mit diesen Worten riß er wie ein Theaterheld seinSchwert aus der Scheide, und wollte damit gegen denKranskopf spiegclfechten.

Halt, Männchen!" rief Victorie, und zog ihn an einFenster, wo sie ihm in's Ohr raunte: Was lärmst Du so,daß man Dich für einen Dieb ansah? Du bist einDieb! Hast du mir nicht vertraulich gestanden, daßDu die Kricgskaffc um mehr als zwanzig tausend Thalerbevortheiltest? Dieses halsbrechende Geheimniß verschwiegich bisher und will cs auch ferner verschweigen; aber ichmache mir drei Bedingungen: erstens Schonung meinesFreundes, zweitens Ehescheidung, drittens baare zehn tau-