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weichend, von Ort zu Ort, und erschien dir in den zweiwüsten Schlössern als Dichter- und Nittcrgeist."
„Auch bin ich, um dir alle Näthsel zu lösen, der Freund,von welchem Herr von Löwenburg vorhin sprach. Ichmachte ihn zufälliger Weise, indem ich ihm heute frühmeinen Besuch bei dem Buchhändler Wolfgang erzählte,auf seine liebenswürdige Enkelin aufmerksam, empfahl dichihm als den braven Mann, der du bist, warf mich zudeinem Brautwerber auf und erhielt sein vorläufiges Ja-wort."
Staunend und zweifelhaft sah Rudolph den Herrn vonLöwenburg an. Als aber Dieser alles, was ihn undMarianen betraf, bestätigte, ging des Jünglings ängstlicheBeklemmung in die ausschweifendste Freude über.
Herr von Löwenburg machte ihm nun bekannt, daß ermit Bruno und Jda entschlossen sep, ihn des folgendenTages in seine Vaterstadt zu begleiten und Marianen ausdem Hause ihres Stiefvaters abzuholen.
20.
Rudolphs Reisegesellschaft trat in einem Gasthofe ab;er aber eilte zu seiner Mutter, die ihm mit Thränen ent-gcgenkam. Er fragte, warum fie weine. Da erzähltesie ihm: sie habe während seiner Abwesenheit sein Anden-ken bei seinen hohen Gönnern nicht erlöschen lassen wol-len, und ihnen daher vor einigen Tagen an seiner Stelledie Aufwartung gemacht; sie sep aber vor Schrecken bei-nahe des Todes gewesen, als man ihr überall ins Gesichtgesagt habe, daß ihr Sohn, der Romanschreibcr, nicht hof-fen dürfe, mit der Würde eines Amtes jemals bekleidetzu werden.