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wackerer Jüngling, der eben so zärtlich wieder geliebtwerde. — Nnn, ich habe nichts dagegen. Gefällt mirder junge Mann, so mögen sich die Leutchen in GottesNamen heirathen, und mir hier ans meinem Gute, damich Jda verlassen will, den Abend meines Lebens er-heitern."
Rudolph ward bald bleich, bald roth, und saß mit soungewisser Haltung auf seinem Stuhle, als ob er jedenAugenblick in Ohnmacht fallen würde.
19.
„Ach! bald hält' ich's vergessen, lieber Bach!" sagteBruno. „Ich soll Dich von Marianen grüßen."
Rudolph sah ihn wie versteinert an.
„In allem Ernste!" fuhr Bruno fort. „Ich habe sieund deine Mutter vor acht Tagen gesehen und gespro-chen. Es ist nun Zeit, daß ich dir reinen Wein cinschenke."
„Ich hatte meinen Brief, worin ich dich in die Löwcn-burg cinlud, kaum abgesandt, als Jda mit ihrem HerrnVormunde auf acht Tage verreisen mußte. Um indessennicht lange Weile zu haben, beschloß ich, dich zu besuchen.Ich kam zu deiner Mutter an eben dem Tage, da dusechs oder acht Stunden vorher deine Wanderschaft zu mirangctreten hattest. Die gute, treuherzige Frau schütteteihr Herz vor mir aus. Ich erfuhr deine Neigung zuMarianen, des Stiefvaters Gier nach Gcistergeschichtcn,die ihm nichts kosten sollten, und deinen Entschluß, dichzu dieser Frohnarbcit in wüsten Schlössern vorzubcreitcn.Neugierig, deine Geliebte kennen zu lernen, ging ich zudem Buchhändler und sagte: ich hätte gehört, der be-rühmte Rudolph Vach werde in seinem Verlage eine Reihe