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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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um Vergebung. Er begnügte sich, ihr mit dem Zeigefin-ger zu drohen, und freudig flog sie in des Geliebten Arme.

Herr von Löwenbnrg fragte nach Rudolphs Namen,und lud ihn ein, des folgenden Mittags bei ihm zu spei-sen. Aber den Bräutigam, der sich bisher den Tag überin der entlegenen Waldhütte eines Jägers aufgehaltenhatte, nahm er mit sich in sein Schloß, um bis zur Hoch-zeit bei ihm zu wohnen.

18 .

Des andern Tages wandte sich Herr von Löwenburgbei der Tafel an Rudolph mit der Frage:Kennen Sieden Buchhändler Wolfgang in Ihrer Vaterstadt?"

Erröthend sprach Rudolph ein leises Ja.

So ist Ihnen auch wohl seine Stieftochter bekannt?"

- Rudolph erglühte noch stärker, und verbeugte sich stumm.

Herr von Löwenburg ängstete ihn mit noch mehrern, dasMädchen betreffenden Fragen, und trieb feine Verlegenheitauf's höchste.

Meine Neugier scheint Ihnen etwas beschwerlich zuwerden;" fuhr er fort.Ich muß Ihnen aber gestehen,daß ich einiges Recht habe, nach Marianen zu fragen.Sie ist meine Enkelin. Ihre Mutter war meine leib-liche Tochter; aber ich hörte auf, ihr Vater zu sepn, alssie sich in eine heimliche und höchst unkluge Heirath ein-ließ. Ich kümmerte mich daher auch nie um ihre Toch-ter; doch darüber mache ich mir nun Vorwürfe, da ichvon einem Freunde, der sie nur vor wenigen Tagen sahund sprach, mit Vergnügen hörte, daß sie ein gutes, treff-liches Mädchen sey und meine ganze Vaterliebe verdiene.Derselbe Freund erzählte mir zugleich: es liebe sie ein