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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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an Romanen arbeiten!" Darüber erwachte der Schlä-fer, stand beschämt ans, kleidete sich wieder an und eiltestracks in die Löwenburg.

16 .

Er richtete sich zwischen den Manernschädcln wieman in Oberdeutschland die Ueberreste alter Schlösser kräf-tig nennt so gut als möglich ein. In der zwölftenStunde sah er eine zwerghaste Gestalt mit einer Leuchteans sich zukommen. Sic winkte, ihr zu folgen. Er trugeinige Minuten lang Bedenken; endlich entschloß er sichdazu. Der Kobold hupfte wie ein Frosch vor ihm herund führte ihn an die Thür, die er fünf oder sechs Stun-den zuvor verschlossen gefunden hatte.

Jetzt sprang sie wie von selbst weit auf, und mit Er-staunen und Grausen erblickte er in einem hell erleuchte-ten Gemache den schrecklichen Unhold, von dem in derDorfschenke die Rede war. Mit einer Bärenhaut beklei-det, das Gesicht ganz mit Haaren bewachsen und auf eineHerkuleskeulc gestützt, stand er hinter einem Tische, anwelchem ein junges, blühendes Mädchen saß. Schauderndtrat Rudolph einige Schritte zurück; aber der furchtbareMann ging ans ihn zu, ließ seine Haarmaske fallen, undmit freudiger Ueberraschung sank Rudolph in Bruno's Arme.

Als sich Jener von seiner Verwunderung erholt hatte,machte ihm Bruno seine Gesellschafterin bekannt. Sie hießJda von Dülmen, und war die Mündel eines Herrnvon Löwcnburg, dessen Urväter die Burg gleiches Na-mens als ihr Stammhaus bewohnten. Aber schon seinVater verließ sie wegen ihres Alters Gebrechlichkeit, undbaute sich einige tausend Schritte davon ein neues Schloß,