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Er brütete den ganzen folgenden Tag in seiner Stubeüber Entwürfen, des Buchhändlers Nomancnhungcr zustillen. Abends hielt die Alte Wort. Sie führte drei odervier betagte Weiber nnd einige Mädchen, unter welchendie schlanke, freundliche Tochter des Schulmeisters hcrvor-stach, bei ihm ein. Er nöthigte die Gesellschaft, Platz zunehmen, und setzte sich in der Nähe der Jugend an einenTisch, um die Sagen der Vorzeit, die man ihm erzählenwollte, nicderzuschrciben.
Freundlich wandte er sich an das liebliche Kind und batum ein Mährchen; aber die redseligen Alten fielen ihmgleich ins Wort und eigneten sich die Ehre zu, die Unter-haltung anzufange». Zuerst gab man ihm eine Geschichtevon einem verwünschten Schlosse, worin ein steinernerKönig herumgeht und immer ein Gefolge von Schlangenhinter sich hat, die weiland seine Höflinge waren. — Daszweite Mährchen handelte von den Launen einer tückischenFee, die in einem diamantenen Palaste wohnt und durcheine Inschrift über der Pforte Jedermann einladet, sicheine Gnade zu erbitten. Da fehlt's denn nicht an Leuten,die anklopsen. Sind es Schelme, Dummköpfe oder win-dige Abenteurer, so reicht sie ihnen große Körbe und Säckevoll Gold heraus; kommt aber ein verständiger und be-scheidener Biedermann, so bestellt sie ihn von einem Tagezum andern wieder, und beschenkt ihn am Ende mit gol-denen Seifenblasen, die ihm unter den Händen zerfließen.— Einige andere Mährchen folgten diesen, und so kamdie Mitternacht heran, welche die Hausmutter mit einerdazu aufgcspartcn, überaus fürchterlichen Gespenstergeschichtefeiern wollte.