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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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senen Handel zu verschweigen. Die erstere Meldung ver-nahm sie mit ziemlicher Ruhe und Gelassenheit. Sie ver-ehrte die hohem Stände ungemein, und sah daher auchdie bedeutende Reise, die Rudolph in den Angelegenheiteneines Edelmanns machen wollte, für ein zwar schweres,doch schuldiges Opfer an. Als er aber furchtsam bekannte,daß er sich, aus Liebe zu Marianen, gegen ihren Stief-vater verbindlich gemacht habe, ein tapferer Romanschrei-ber zu werden und sich dazu in einigen wüsten Schlössernzu bilden, da wollte sie ganz aus der Haut fahren.Ach,mein Sohn, mein unglücklicher Sohn!" rief sie aus:Duhast, wie ein alter, ehrbarer Dichter sagt, die Schwind-sucht der Vernunft, so man die Liebe nennt!"

Er beruhigte das seufzende Mütterchen mit dem Ver-sprechen, daß er nur in Erholungsstnnden, die von andernJünglingen auf Spiel und Tanz verwendet würden, anden Romanen arbeiten, übrigens aber der Rechtswissen-schaft treu bleiben, und nach der Rückkehr von der Lö-wenburg seine Bewerbungen um ein Amt mit verdoppel-tem Eifer fortsetzcn wolle.

Nun gut!" sagte sie.Das ist der rechte Weg zu dei-nem Glücke. Verlaß dich nur ja nicht auf den geizigenBuchhändler! Du würdest ihm, wie Jakob dem Labansieben Jahre um die schöne Nahe! diente, eben so langeum Marianen stöhnen, und dich zuletzt wie der gute Ja-kob betrogen sehen."

O, ich will wohl auf meiner Huth sepn, liebe Mutter!"antwortete Rudolph, und machte nun Anstalten zu seinerFußrcise, die er gleich des folgenden Tages antreten wollte.

Am Abend ging er in Wolfgangs Haus, um von ihmund Marianen Abschied zu nehmen. Jener war sehr froh,daß der Grundstein der Romane, von welchen er sich gol-