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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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nnd fest, mich nächstens in drei oder vier wüsten Schlös-sern eine Nacht aufzuhaltcn, und darin einen Versuch zumachen, ob ich fähig bin oder nicht, den sonderbaren Preis,den Sic ans Mariancns Haiid setzen, zu entrichten."

Wolfgang hatte den Vorschlag dieser abenteuerlichenReise eigentlich nur im Scherze gethan, und wunderte sichdaher, daß Rudolph so ernstlich dazu bereit war.

Betrachten Sie es als eine Liebesprobe!" sagte derJüngling.Ich habe jetzt gerade die beste Gelegenheit,sie abzulcgen, da ich ohnedicß nach der Löwcnbnrg zu rei-sen gcnvthiget bin."

Nach der Löwcnbnrg?" fragte Wolfgang, und dieplötzliche Veränderung seiner Gesichtsfarbe verrieth einegewisse Bestürzung und Unruhe, die ihn nicht eher verließ,bis ihm Rudolph sein Geschäft in der Löwenburg bekanntmachte. Jetzt ward ihm wieder leicht um's Herz. Erschlug ein freudiges Gelächter auf, ermunterte den jungenSchrifstellcr nochmals zur Ausarbeitung der sechs Gcister-romane, und wiederholte seine Zusage, daß er dann Ma-rianen heimführen solle. Diesen Vertrag bestegelten siemit einem kräftigen Handschlage, und Rudolph sang undsprang, von Wein und Liebe voll, nach Hause. Es kamihm nicht in die Gedanken, daß ihm der eigennützige Manneine kleine Bibliothek von Romanen ablockcn und am Endeden versprochenen süßen Lohn verweigern könnte.

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Erst auf der Schwelle seiner Wohnung fiel ihm ein an-derer Stein aufs Herz. Er mußte seiner Mutter dievorhabcnde Reise entdecken, und sein ehrliches Gemüthließ es nicht zu, ihr den mit Mariancns Vater geschlos-