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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
265
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Er war beklommen und verlegen und konnte kaum einenschicklichen Dank für ihren Glückwunsch anfbringen. DerVater reichte ihr ein Glas Wein und ein Stückchen Torte.Sie setzte sich, um die Süßigkeiten gemächlich zu genießen;er jagte sie aber, auf den Nomanhandcl erpicht, sogleichwieder vom Stuhle, drängte sie, geschwind zu essen undzu trinken, und gab ihr dann einen Auftrag, den sie mitmöglichster Behendigkeit außerhalb des Hauses besorgensollte.

Kaum war sie aus dem Zimmer, so fuhr er hastig fort:Ich will die Hälfte Nachlassen. Schreiben Sie mir nursechs Romane; aber lauter Geistergeschichtcn, je schauder-hafter je besser! Dem Leser muß das Haar emporsteigen;er muß, wenn er bei Nacht liest, die Beine an sich zie-hen und cs nicht wagen, in einen dunklen Winkel zu bli-cken. So will's die Welt und so will ich's; denn mitsolcher Waare macht man jetzt das meiste Glück."

Sie fordern etwas Unmögliches von mir;" entgegneteRudolph.Ich bin im Geistcrreiche fremd; ich forschtenie nach alten Sagen, durchkroch keine wüsten Schlösser,und that überhaupt nichts, mich zu einem Mährchendichterzu bilden."

O, das läßt sich nachholen!" sagte der Buchhändler.Machen Sie eine Reise! Wir haben in einem Umkreisevon dreißig bis vierzig Meilen viel alte Naubncster, worines spukt. Uebernachten Sie in solchen Gcisterhcrbergen,lassen Sic sich einen Tisch und ein Lämpchen hinein setzen,und arbeiten Sic an Ihren Romanen. Das muß Werkegeben, die sich gewaschen haben! Aber freilich Muthgehört dazu !"

Den gibt die Liebe!" rief Rudolph.Und damit Ih-nen das nicht als Prahlerei klinge, so gelob' ich heilig