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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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zu machen und den Sonderling zum Lesen zu zwingen.Nur die Weite des Weges war ihm verdrießlich, und erbeschloß vor der Hand, sich einige Tage Bedenkzeit zunehmen.

8 .

An einem der nächsten Morgen schrieb ihm Wolfgang:Besuchen Sie mich so schnell als möglich; ich habe Ih-nen etwas Erfreuliches mitzuthcilen.

Er eilte hin. ^ Wolfgang war im Laden, faßte ihn abersogleich unter den Arm und führte ihn die Treppe hinaufin sein Wohnzimmer. Hier stand eine Mandeltorte zwi-schen zwei Flaschen Wein. Daneben lag eine gelehrte Zei-tung. Diese gab ihm Wolfgang in die Hand und sagtemit einem schalkhaften Gesichte:Lesen Sie!"

Das Blatt enthielt eine sehr schmeichelhafte Beurthei-lung seines Romanes.

Nun, wie ist Ihnen um's Herz?" rief der Buchhänd-ler, als Rudolph die Zeitung wieder auf den Tisch legte.Ich wundere mich, daß Sie nicht vor Freude in dieLuft springen; aber nicht wahr, ein Glas Wein wirddarauf schmecken?" Er schenkte ein und rief:IhrKunstrichter soll leben! Ich wüßte nicht, wenn mir eineso geschcidtc Recenston zu Gesicht gekommen wäre. Siethat auch bereits gute Wirkung. Gestern Abend kam siehier an, ward im Museum gelesen, und diesen Morgenverkaufte ich schon gegen zwanzig Exemplare des Romans.Gott geb' einen gesegneten Fortgang!"

Er trank dem Schriftsteller tapfer zu.- Es war augen-scheinlich seine Absicht, ihn zu einem fröhlichen Rauschezu verleiten. Aber unruhig und verlegen saß Rudolph daund wandte seine Augen oft nach der Thür.