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Zngleich bat er: sie mochte» sich, da er unter einem frem-den Namen reise, nicht bemühen, ihn auszuforschen; dochhabe er, falls sie ihm vielleicht über kurz oder lang et-was Wichtiges mitzutheilen hätten, die Einrichtung getrof-fen, daß Rudolph Bach ihre Briefe in Empfang nehmenund weiter besorgen werde.
Vier oder fünf Monate nachher erhielt Rudolph einenan Bruno gerichteten starken Brief, mit dringender Bitte,ihn eiligst in dessen Hände zu bringen. Das war nichtmöglich, weil der Abenteurer, seitdem sie sich getrennt hat-ten, nichts von sich sehen und hören ließ. Der Brief bliebalso liegen. Aber bald fragte der Einsender wieder an,ob er bestellt sep, und setzte hinzu: der Inhalt sep sowichtig, daß Bruno, wenn er seinen gegenwärtigen Auf-enthalt nicht bekannt gemacht habe, durch öffentliche Blät-ter aufgefordert werden müsse, sich zu melden. Rudolpherließ denn die verlangte Vorladung, und nach einigenWochen erhielt er von Bruno folgende Zeilen:
„Was gibt's, daß Du mich in Zeitungen aufrusst?Du hast vermuthlich Scheltbriefe an mich. Bleib mirdamit vom Halse, sonst fliegen sie ungelesen insFeuer. Willst Du mich aber als Freund sehen undsprechen, so komm' in die Löwenburg. Da findestDu mich, wenn mich nicht indessen das darin hausendeUngeheuer verschlungen hat."
Rudolph ward aus diesem Briefe nicht klug. Die Lö-wenburg, ein altes, wüstes Schloß, das dreißig bis vier-zig Meilen von seinem Wohnorte lag, war ihm bekannt;er begriff nur nicht, wie sich Bruno in diesem Eulennestcaufhalten und ihn dahin einladen konnte. Gleichwohl saher, da der ihm zugesandte Brief sehr wichtig seyn sollte,keinen andern Rath, als sich selbst damit auf die Beine