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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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chen gedauert. Aber in zwanzig Abenden war sie vollen-det, und er mußte nun seine Besuche klüglich cinschränken,um sich nicht bei dem Alten in Verdacht eines gefährlichenHausfreundes zu setzen.

Der Roman war kaum aus der Presse, so stieß derVerleger in die Trompete, und kündigte ihn als ein Mei-sterwerk in den Zeitungen an. Aber dem Verfasser, des-sen Name auf dem Titel stand, bekam das sehr übel. Diehohen Gönner, denen er, seiner Mutter zu Gefallen, wö-chentlich den Hof machte, empfingen ihn bei der nächstenAufwartung mit finstern Gesichtern und fragten: ob erder Rudolph Bach sep, der den in den Zeitungen ange-kündigten Roman geschrieben habe. Er mußte das geste-hen. Da schlug der eine die Hände hoch zusammen; ver-ändere schalt:Wie kann man sich mit solchen Possen ab-geben !" der dritte sagte gar: die Romane habe der Teu-fel erfunden. Zuletzt stimmten sic sammt und sonders inder alten, einfältigen und schon tausend Mal durch dieThat widerlegten Meinung zusammen: ein Schriftstellerkönne kein brauchbarer Geschäftsmann sepn, und entließenihn mit dem Bescheide, sie forthin mit seinen Gesuchenum ein Amt nicht weiter zu behelligen.

Nun wie wardst du ausgenommen?" fragte seine Mut-ter wie gewöhnlich.Sehr gut!" sprach er, um sie nichtzu beunruhigen. So oft sie ihn aber von jetzt an nöthigte,den Romanenfeindcn zn höfeln, ging er zwar mit Arm-hut und Degen ohne Widerspruch aus, aber spazieren.

7.

Ungefähr einen Monat nachher mußte er eines Freun-des wegen einen noch weitern Spaziergang unternehmen.