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ckerer und freue mich Ihrer Bekanntschaft. Wird Ihneneinmal Abends die Zeit lang, so besuchen Sie mich. Siekönnen zugleich die Correctur des Romans besorgen. EinenAbend um den andern finden Sie einen Bogen hier, undmeine Tochter, die ich zur Druckfehlerjagd abgcrichtet habe,mag Ihnen helfen."
Herrliche Aussichten! Rudolph war von seinem Glückeso trunken, daß er sich auf dem nächtlichen Heimwege ver-irrte und bei seinem Mutterhanse vorbei lief, um es amandern Ende der Stadt zu suchen. Besser fand er amzweiten Abende darauf den Weg nach Wolfgangs Hause.Mariane brachte ihm schon einen Correcturbogen entgegen.Welche doppelte Freude, seine erste gedruckte Schrift in derHand des geliebten Mädchens zu sehen!
Gemeinschaftlich machten sie sogleich Jagd aufdas Schwarz-wild des Setzers, und dieses verdrießliche Geschäft verwan-delte sich in ein fröhliches Spiel. Ungefähr in der Mittedes Werks gab Rudolph ein Strafgesetz, daß ihm für je-den von Marianen übersehenen Druckfehler ein Kuß ver-fallen sey; und wunderbarer Weise wurden ihre sonst treff-lichen Augen gerade um diese Zeit so schwach, daß sieoft in Strafe gerieth, die ihr der strenge Gesetzgeber auchniemals erließ. Herr Wolfgang wußte kein Wort davon,daß diese Gerichtsbarkeit ans seinem Grund und Bodenvon dem jungen Fremdling ausgeübt wurde. Er befandsich indessen gewöhnlich in einem Nebenzimmer, wo erBriefe schrieb, Rechnungen durchsah, Geld zählte, oder sich,von des Tages Last ermüdet, in einen Lehnstuhl warf undeinschlief.
Rudolph ärgerte sich, daß sein Roman nur aus zwan-zig Bogen und nicht aus eben so vielen Bänden bestand;denn da hätte doch die lustige Arbeit ein hübsches Weil-