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Buchhandlung des Herrn Balthasar Wplsgang in die Weltzu treten.
Mariane, die sonst den Kunstrichter nicht sonderlich lei-den konnte, fand ihn in diesem Augenblicke sehr liebens-würdig, und da sie eben bemerkte, daß seine Pfeife auS-gegangen war, so kam sic ihm mit dem brennenden Wachs-stocke so schnell und freundlich zu Hülfe, daß er über dieseHuld ganz erstaunte.
„Der junge Mann," fuhr er noch im Anrauchen fort,„besitzt ein treffliches Talent. Er verspricht uns mit derZeit einen deutschen Fielding. Ich möchte ihn wohlvon Person kennen lernen."
„Dazu kann Rath werden," sagte Wolfgang. „Ichlade ihn morgen zum Abendessen ein, und Sie nehmenauch mit einer Suppe bei uns fürlieb; so ist die Sachegemacht."
Mariane hätte ihn küssen mögen, den lieben Mann, derdiesen Entschluß veranlaßte. Zufällig zog er eben seinenGeldbeutel hervor, um dem Buchhändler eine kleine Aus-lage zu bezahlen. Schnell flog das dankbegierige Mäd-chen in eine Nebenstube, holte ein zierliches, mit eigenenHsinden gearbeitetes Geldnetz und sagte: „Mich dünkt,Ihre Börse wird etwas unscheinbar. Haben Sie dieGüte, sich künftig dieser zu bedienen." Er stutzte, machteviel Umstände, und bethcuerte besonders, daß er den HerrnLater, für den diese köstliche Gabe wahrscheinlich bestimmtgewesen sey, nicht berauben wolle. „Nehmen Sie ohneBedenken!" sagte Wolfgang. „Mir setzen die Nachdruckerso zu, daß ich bald keinen Geldbeutel mehr brauchen werde."
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L-ingbein'S sämmtl. Schr. IX. Bd.
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