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hinauf schielte, Mariane vom Fenster auf ihn hinab sahund seinen Gruß mit holder Freundlichkeit erwiederte, daverschwanden Zorn und Nachlnst aus seinem Herzen, under stellte sich zur vorgeschriebenen Zeit im Buchladen ein.
Allein Herr Wolfgang war gar nicht begierig auf dasManuscript. Er sagte vornehm: er pflege nur Werke be-rühmter Männer in Verlag zu nehmen. „Man hat zwarBeispiele," fuhr er fort, „daß spitzfündige Buchhändlerdann und wann ein gehaltloses, aus einer unbekanntenFeder geflossenes Merkchen irgend einem bekannten Schrift-steller wie einen Wechselbalg unterschieben und es frechauf seinen Namen taufen, um Käufer an sich zu locken;doch solcher Kniffe bedient sich kein rechtlicher Mann. Ichkann also, mein werthestcr Herr, von Ihrem geneigtenAnerbieten auf keine Weise Gebrauch machen."
Kurz angebunden wollte sich Rudolph eben entfernen,als Mariane, mit einem weißen Löwen Hündchen im Arme,herein trat und ihn artig grüßte. „Was willst du?" fuhrWolfgang auf. „Der kleine Schäker verlangt zu Ihnen;"sagte sie freundlich. „Er zerkratzte mir beinahe das Kleid,bis ich ihm willfahrte." Es war ihr Glück, daß der Hundnicht reden konnte; er hätte gewiß widersprochen. Dergrämliche Stiefvater schien auch einen leeren Vorwandzu wittern. Unsanft nahm er ihr den Hund vom Armeund gebot: „Laß uns allein!" Sie neigte sich mit Anmuthgegen den jungen Mann und verschwand.
Nun war cs ihm nicht möglich, den Keim der schönenBekanntschaft wild zu zerstören. „Ich beklage," sprach ersanft, „daß meinem Romane die Ehre nicht werden soll,in Ihrem Verlage zu erscheinen. Er hätte dadurch vonHaus aus eine gute Mepnung von sich erweckt: und bloß die-
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