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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
252
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Sobald er nach Hause kam, fiel er heftig über seinePapiere her und suchte das Manuskript eines Romanshervor, den er in seinen akademischen Erholungsstundenausgearbeitet hatte. Damals war er nicht gesonnen, ihndrucken zu lassen; jetzt aber entschloß er sich rasch dazu,um sich damit einen Weg zur nähern Bekanntschaft mitdem Buchhändler und seiner schönen Tochter zu bahnen.Er fing sogleich an, das Merkchen auszufeilen und abzu-schreiben. Das war aber ein langwieriges Geschäft, under ward um so weniger schnell damit fertig, da er täg-lich einige Mal, wiewohl immer vergebens, bei dem Buch-laden vorüber ging, um Marianen zu sehen.

So geschah es, daß seine Mutter, indem sie eines Ta-ges sein Zimmer in Ordnung brachte, über den hoffnungs-vollen Roman gcrieth. Sie las ein paar Seiten, schüt-telte den Kopf, und empfing den Verfasser, als er wiederheim kam, verdrießlich und keifend:Was für Tändelwerktreibst du hier? Ich denke, du nährst deinen Geist ausden Werken berühmter Rechtsgelehrten; aber ich sehe mitErstaunen, daß du eine muthwillige Schrift unter der Fe-der hast, worin Liebe und immer Liebe das dritte Wort ist."

Rudolph erzählte die Bcwandtniß der Sache, und ge-stand aufrichtig, Mariane gefalle ihm so sehr, daß er sic,wenn er ein Amt bekommen habe, he'irathen wolle.

Du baust Lustschlösser!" sagte die Mutter.Schönerothe Aepfel sind nicht immer süß! Ich kenne Maria-nen zwar nicht; aber ihre Herkunft ist mir bekannt. IhreMutter Gott habe sie selig! war eine Ausländerinvon adeliger Geburt, vcrplämperte sich mit einem jungen