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mich aus andere Weise den Stachel seines Zornes fühlenzu lassen. Der Magistrat übertrug ihm das Amt, diefremden Kriegsvölker, deren Zug durch unsere Stadt be-gann , mit Quartieren zu versorgen; und kaum trabtendie ersten Kosaken zum Thore herein, so erschien einer zuRoß vor meiner Wohnung und überreichte mir ein aufmich ausgcfcrtigtcs Quarticrbillct- Der Stadtrichter hatteseinen Namen mit so freien und muthigen Zügen unter-zeichnet, daß man die Scclenfrcude, die er dabei empfun-den hatte, recht deutlich daraus erkannte.
Ich zitterte und erblaßte bei der Ankunft des langbärti-gen Gastes, ungeachtet er mir gutinüthig die Hand bot,um mich zu beruhigen. Er führte sein Pferd in's Haus.Ich versuchte stammelnd, ihm in deutscher, lateinischer,griechischer, hebräischer und sogar chaldäischer Sprache be-greiflich zu machen, daß ich keinen Stall hätte. Er ver-stand mich nicht; er ging seines Weges fort in den Hof,dessen engen Raum ein Hahn mit sieben Weibern bewohnte,die insgcsammt schüchtern über die Mauer flogen, alsder furchtbare Fremdling ihr Gebiet betrat. Ilebcrzcngt,daß er dort sein Pferd nicht unter Dach bringen konnte,kam er zurück. Ich beklagte durch Gcbcrdcn, daß es mirnicht möglich sey, ihm die nöthige Bequemlichkeit zu ver-schaffen. Mit listigen Augen übersah er die Hausflur, be-merkte die Thür meiner Studicrstnbe und klinkte sie ans.Ich ließ das ruhig geschehen, weil ich hoffte, die darinausgestellten Bücher würden ihn von selbst belehren, daßer keinen Stall vor sich habe. Er aber hatte kaum einenflüchtigen Blick in mein Museum gcthan, so nickte er zu-frieden mit dem Kopfe und zog das Pferd hinein.
„O, welche Entheiligung!" rief ich, und zerwühlte vorSchmerz mit beiden Händen meine Perücke.