auf, stürzte mit grimmigem Gesicht und erhobener Reit-peitsche hinein und fuhr den Burschen an: „Wer sind Sie?Was machen Sie hier?" —
Er stand gelassen auf, verbeugte sich und sagte sehrernsthaft: „Ich wollte Ihnen gehorsamst melden, daß wirheute den ersten April haben."
Stutzend sah ich ihn scharf an und — erkannte Pau-linen.
Unter Gelächter und Händeklatschen erfuhr ich nun, daßdie losen Weiblein die Posse mit einander gekartet hatten,um mich einmal mit meiner Eifersucht recht anlaufenzu lassen.
13.
Der Sommer verstrich mir ohne bedeutende Vorfälle.Die Herren in Gimpelwalde wußten, daß ich als Ehe-mann keinen Scherz verstand, und hüteten sich daher, mirin's Gehege zu kommen. Aber der Stadtrichter konnteseinen unbemerkten und unbcklagten Sturz vom Schlittcn-throne nicht verwinden. Rachgierig verschob er von Zeitzu Zeit die Auszahlung kleiner Geldposten, die ich durchseine Hand aus der Kämmerei zu empfangen hatte. Erwollte vielleicht die Festung, die sich nicht freiwillig ergab,durch Hunger bezwinge»; sie hatte jedoch mehr Lebens-mittel, als der Belagerer.
Im October 1812 schenkte mir meine Frau ein Pfandder Liebe, einen muntern Jungen, den sogleich Alle, dieihn sahen, für das vollkommenste Abbild meines Jchs er-klärten. Die Wöchnerin brachte mancherlei wunderliche,thcils englische, theils altdeutsche Namen für den Täuflingin Vorschlag; ich aber, ich aber, der jede sclavische Nach-