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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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Haus - und Stallknecht den gesattelten Gaul vor meinHaus brachte. Ich wollte vor Angst an der rechten Seiteaufstcigen.Umgekehrt wird ein Schuh d'raus!" sagte derHausknecht, und wies mich auf die linke. Mühsam klet-terte ich in den Sattel. Bedächtig, wie eine fromme Kuh,fetzte sich das Pferd in Gang. Dennoch ward mir soschwindelig, als säße ich auf der Spitze eines Thurmesund er begönne zu wandeln. Doch kam ich wohlbehaltenvor's Mühlthor.

Hier aber leuchtete mir ein, daß ich, wenn ich so fort-schneckte, den Entführungswagen nimmer einholen würde.Ich setzte mich daher so fest als möglich, faßte mit beidenHänden den tröstlichen Anker der schlechten Reiter, den Sat-telknopf, und gab meinem Gaul zu verstehen, daß Eilevonnöthcn sep. Da griff er rasch aus und schnaubte durchSturm und Regen dahin. Ich verlor die Steigbiegel,und befahl Gott meine Seele. Das Knäblein eines ehr-samen Bürgers, der mir begegnete, erschrack dermaßen übermeinen wilden Ritt, daß es sich furchtsam hinter seinenVater verkroch. Er grüßte mich mit Abnehmung des Hu-tes; aber meine Hände waren so fest in den Sattelknopfeingcwachscn, daß ich diese Höflichkeit nicht erwiedern konnte.

Ich überließ es der Vorsehung, mein Pferd auf denrechten Weg zu lenken. Nach einer halben Viertelstundesah ich in der Ferne eine Kutsche. Doch eben jetzt warmein Nenner des Laufens überdrüßig und fiel in einenbequemen Bicrwagenschritt, aus welchem er sich auf keineWeise bringen ließ. Da kam mir ein Bekannter entgegenund rief mir zu:Jst's möglich? Sic reiten spazieren?Es ist ja ein Wetter, daß man keinen Hund gern vor dieThür jagt! Darum wundert' ich mich schon, daß ich in