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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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Pferd ausrciten;" sprach er.Mein Hausknecht sollt' esthun; aber das Wetter war ihm zu schlecht."

Ich rannte nach Hause und stürzte mich in ein Paargroße steife Stiefeln, die noch von meinen akademischenJahren hcrstammten. Sie erinnerten mich an meinenersten, als Student unternommenen Ritt, der so unglück-lich ablief, daß ich seitdem keinen zweiten versuchte. Ichbestieg damals ein altes, gesetztes Miethpferd, um nacheinem Dorfe zu reiten, wo die Mnsensöhne fleißig dieHippokrcne des Wirthshauses tranken. Aber, den rechtenWeg verfehlend, kam ich an einen Bach, über welchen einschmaler Steg nur Fußgänger führte. Ich muthete meinemFußgänger zu, mich hinüber zu tragen. Verständiger alsich, fand er die Sache nicht thnnlich, und nahm Anstand.Ich, ein junger, wilder Bursch, drohte mit Sporen undPeitsche. Er, durch den langen Umgang mit Studentenan Gehorsam gewöhnt, betrat furchtsam den Steg; wirerreichten glücklich die Mitte; jetzt aber glitt er rechts undlinks mit allen Vieren aus, und fiel so wunderbar, daßer auf den Steg zu reiten kam. Da saß er wie todt.Ich glich einer Statüe zu Pferde, und erhob ein Zeter-geschrei, das einige Bauern von den nahen Feldern herbei-ricf. Sie rathschlagtcn gemächlich, wie mir zu helfen sey.Dann gingen sie fort, um Leitern und Seile zu holen.Ich schwebte eine Stunde lang zwischen Leben und Tod.Am Ende ward ich zwar sammt dem Rößlcin ohne Be-schädigung an's feste Land bugsirt, mußte jedoch währendder Arbeit manche beißende Spötterei über tollkühne Stu-dentenstreiche anhören, und mit meiner ganzen bei mirhabenden Baarschaft die Rettung bezahlen.

Meine Stiefeln waren mir also ein ernstes lVOmentamori, und die Haut schauerte mir, als des Kaufmanns