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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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sen.Das ist überaus schmeichelhaft für mich!" setzteer mit einem höhnischen Tone hinzu.Die morsche, wurm-stichige Pritsche brach unter mir, als wir kaum fünfhundertSchritte gefahren waren. Halt! halt! schrie ich aus demSchnee empor. Niemand hörte mich, oder wollte michhören. Ich raffte mich auf, ich lief so schnell, als es dieschwere Last meiner Wildschur und die unbchülflichcn Pclz-stiefeln erlaubten; allein es war nicht möglich, die fliegen-den Schlitten einzuholen, und mein Geschrei verschlang derWind- So mußt' ich in meiner höchst unbequemen Wan-derkleidung und mit den Bruchstücken der Pritsche belastet,den langen Weg zu Fuße machen. Bedenken Sie die ent-setzliche Strapaze! Ich brachte die ganze Nacht damit zu,und ging mich lahm, wie Sie sehen. Aber mehr als Al-les schmerzt mich's, daß die Frau Magisterin ihren Ver-ehrer gar nicht vermißt haben. Das ist ein traurigesKennzeichen meiner Entbehrlichkeit, und so Hab' ich denndie Ehre, mich zu empfehlen."

Er humpelte fort, ohne meine Frau, die sich entschuldi-gen wollte, anzuhören. Ich lachte ins Fäustchen.Wasfür ein Wesen trieb der Mann mit seinen Lenkseilcn!"sagte ich zu Johannen.Und dennoch ging ohne ihn dieRückfahrt glücklich von Statten. So gibt sich manchergroße Herr das Ansehen, als ob er allein vom hohen Ses-sel herab den Wagen des Staats lenkte; aber er hat nnr,wie unser Stadtrichtcr, die Lenkscile zum Schein in derHand, und seine Vorreitcr, die Subalternen, thun dasBeste." -

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Seit diesem Pritschen - und Freundschaftsbruche ließ sichder schmollende Stadtrichtcr nicht wieder bei uns sehen.