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Wir fuhren anderthalb Meilen weit an einen öffentlichenOrt, wo wir ein stattliches Mittagsmahl hielten. Es wardweidlich gebechert. Der arglistige Stadtrichter setzte mirscharf zu; er wollte meine Wachsamkeit einschläfcrn. Ichkann aber im Nothfall einen guten Stiefel trinken, ohneberauscht zu werden; und so behielt ich auch jetzt meineArgusaugen hell offen.
Die Rückfahrt verzog sich bis tief in die Nacht undgeschah mit solcher Unordnung, daß ich von dem Schlittendes Stadtrichtcrs, der sich befliß, der Letzte in der Reihezu sepn, weit getrennt wurde. Ich übcrschrie Schellenge-läut und Peitschenknall: ich wollte die alte Ordnung wie-der hergestellt haben. Meine Schlittengenossen, die nichtwußten, warum ich so lärmte, lachten mich aus: und mitHurrah und Halloh ging's fort, wie das wüthende Heer,bis in unser Städtchen hinein.
Dem Schlitten entsprungen, lief ich über Hals und Kopfzur Thür meines Wohnhauses, um dem Stadtrichter womöglich das Schlittcnrccht zu Wasser zu machen. Ebenkam auch meine Frau in vollem Trab gefahren. DerVorreiter führte, wie bei der Hinfahrt, das Pferd am Leit-zaumc; aber hinten bei der Pritsche regte sich Niemand.Ich beleuchtete die tobte Gegend mit einer Laterne; undstehe, da fehlte nicht nur der Herr Stadtrichter, sondernauch die Pritsche. Wir erstaunten. Meine Frau wußtekein Wort davon, wann und wie er abhanden gekommenwar.
In der Frühe des folgenden Tages kam er hinkend zuuns. „Ei, wo waren Sic gestern geblieben?" sagte Jo-hanna. „Wir wunderten uns unaussprechlich, als wir hierankamen und Sie uns mangelten."
„Erst hier haben Sie mich vermißt?" fragte er bctrof-