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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
232
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Drum ist mir vor ähnlichen Austritten bange. Oder hastdu vielleicht seit jener Zeit einen Tanzmeister angenommenund kunstmäßige Complimcnte gelernt?"

Ich mußte das leider verneinen.

So komm her, ich will dein Tanzmcistcr seyn!" sagteJohanna, und nahm mich so ernstlich in die Schule, daßmir der Schweiß von der Stirne rann.

Es ist doch eine lächerliche Gewohnheit, sich vor einan-der zn krümmen. Lernten cs die Menschen vielleicht An-fangs von den Bäumen, die sich vor dem Winde dcmü-jhigen? Wir aber beugen uns täglich vor unsers Glei-chen, die zwar oft windig genug sind, doch nichts wenigerals des Sturmes Gewalt haben. Und diese Bücklingemüssen noch überdieß recht künstlich und zierlich gemachtwerden, sonst lacht ein Affe den andern aus. O, wiemanches unnöthige Joch hat sich der Mensch aufgelegt!

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Wir hatten dem Oheim den Tag unserer Nachhochzeitgemeldet und ihn dazu eingeladen: er beehrte uns aberblos mit einer Gesandtschaft in der Person der Dcmoi-selle Paulinc Kodier, die am Vorabend des Festesmit allen ihren Ränken und Schwänken eintraf.

Ich machte bei diesem Gastgcbote die Bemerkung, daßder Ausspruch eines Dichters:Was Fliegen lockt, daslockt auch Freunde her!" ein sehr wahres Wort ist. DerHerr Amtmann, der Herr Bnrgemeister, der Herr Stadt-richter kurz, Alle, die ich bei dem Jubelfeste durch Fuß-tritte und Stöße beleidiget hatte, setzten ihren Groll beiSeite und stellten sich zum Zuckernaschen ein. Des Stadt-richters Figur fand die muthwillige Pauline höchst komisch.