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„Dagegen ist Rath!" sagte meine Frau. „Dieses Gaf-fen verbietet man durch eine grüne Jalousie."
Ich ward roth; denn ich dachte bei der grünen Jalousiean den Förster Frischling. Uebcrhaupt war mir das Wortanstößig, weil mich Mamsell Kobler so oft der Eifersüch-telei beschuldigt hatte. Dennoch mischte sich diese Leiden-schaft auch hier ins Spiel und stellte mir vor, daß dieVersetzung meines Museums an die Hausthür den Vortheilhabe, jeden bei meiner Frau ein- und ausgehenden Besuchwie ein Thorschreibcr beobachten zu können. Ich entschloßmich daher, »hnc weitern Widerspruch, meinen bisherigenMusensiß zu räumen, und es ward gleich nach Tische da-mit der Anfang gemacht.
Am folgenden Tage schickten wir, nach großstädtischerSitte, stumme Boten, nämlich Karten, in der Stadt um-her, um den angesehensten Personen des Orts unsere glück-lich vollzogene Verbindung zu melden.
Der Onkel, ein gastfreier und prachtliebender Mann,hatte uns befohlen, eine glänzende Nachhochzeit in Gim-pelwalde auszurichten und uns eine hinreichende Summedazu geschenkt. Wir mußten daher Anstalten zu dem Festemachen und miethcten vor allen Dingen den großen Saalim Gasthofe: denn obgleich der geduldigen Schafe viel ineinen Stall gehen und sich unter den von uns einzuladen-den Hochzeitgästen viel Schäfchen befanden, so war dochunsere Wohnung für sie zu klein.
„Aber ich bitte dich, Freund Zimpcl," sagte meine Frau,„nimm dich ja bei diesem Schmause zusammen! Du wur-dest nach deinem eigenen Geständnisse beim Jubelfeste desPfarrers ausgelacht, weil du so unglückliche Verbeugungenmachtest, daß du dabei den Amtmann auf den Fuß tratstund einigen andern Herren rücklings Stöße versetztest.