-o-D 230 Ge-eisten an Dir kennen zn lernen," sagte sie mit schalkhaf-tem Lächeln.
Ich erschrakt über den verwünschten Wunsch, machte je-doch gute Miene zum bösen Spiel, legte die Pfeife gelas-sen bei Seite, trat wieder an den Kaffcetisch und sprach:„Hier steht der bekehrte Magister, der nicht mehr raucht."
„Ist das wahr?" rief Johanna, und umarmte mich mitlebhafter Freude. „Ich gestehe, daß du mir durch dieseBekehrung einen großen Gefallen thust. Der häßliche Rauchschwärzt Wände und Gardinen, dringt in die Kleiderschränkc,fällt einem auf die Brust, und ist am Ende wohl gar dei-ner Gesundheit schädlich."
Ich gab ihr Recht, ging ins Schulhaus an meine Ge-schäfte, war aber so mißlaunig, daß ich rechts und links,wenn Unarten vorfielen, Klappsen mit dem Lineal aus-theilte, ungeachtet ich sonst nichts weniger als ein mürri-scher Schulmonarch bin.
Indessen hatte Johanna eine Reise durch ihr kleinesHausreich gemacht und sich allerlei darin vorzunehmendeVeränderungen ausgesonnen. „Lieber Zimpel," sagte siebei Tische, „ich will dich deines Pfeifchens, das du ungernvermissen wirst, nicht berauben; ich erbitte mir aber dage-gen ein anderes gefälliges Opfer. Erlaube mir, deineStudicrstube in ein unentbehrliches Putz- und Visitenzim-mer zu verwandeln, und begib dich mit deinen Büchern,Tabakspfeifen und Musen hinab ins Parterre."
„Ach, Kind, da unten neben der Hausthüre werden michdie Musen fliehen!" sprach ich kläglich. „Sie lieben der-gleichen geräuschvolle, jedem Anlauf ausgesetzte Pförtner-wohnungen nicht; und die Figuren, die dann von derGasse herein aus meinen Schreibtisch sehen, das find leiderkeine Musen!"