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begaben uns hierauf zur Ruhe. Träumend wandelte ichdie ganze Nacht mit meiner Hauskönigin durch paradie-sische Gefilde. Einigemal schrack ich zwar aus dem Schlafempor, weil abenteuerliche Männcrgestaltcn mit rothen,ellenlangen Nasen aus Mprthenhccken hervorsahen und mitRiesenarmcn nach meinem Weibchen griffen; doch niemalsgelang cs den Giganten, die schöne Beute zu fassen, unddas schien mir eine gute Vorbedeutung für mein ganzeseheliches Leben zu sepn.
9.
Am nächsten Morgen stand ich mit meiner Tabakspfeifewohlgemuth am Kaffeetische, wo Johanna saß und mitzierlichem Anstand die Schalen füllte. Ich that im trauli-chen Gespräch einige rasche Züge, die einen starken Dampfverursachten. Sie fing an zu husten und sagte: „IhrMänner sepd doch sonderbare Menschen, daß ihr einensolchen amnnthloscn Genuß liebt! Doch gibt es auch Viele,die ihn verschmähen. Mein seliger Mann rauchte nicht.Auch Goethe sagt in einem seiner Epigramme: Ranchdes Tabaks, Wanzen, Knoblauch und noch ein Viertes,sep ihm, wie Gift und Schlange, zuwider. Noch stärkererklärt sich Lichtend erg dagegen. Er kenne, sagt er ir-gendwo in seinen Schriften, keinen Mann von Genie, derTabak rauche, und er möchte wissen, ob es Lessing ge-than habe."
„Unfehlbar hat Lesfing geraucht!" fiel ich trinmphirendein. „Denn Lessing war Magister, und ich kenne keinenMagister, der nicht rauchte."
„So wünschte ich, daß ich das Vergnügen hätte, den