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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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in meiner Wohnung zu Gimpelwalde anzulangcn. Dasgeschah am 7. September 1811 Abends im Zwielicht.

In der heitersten Laune faßte ich meine Frau, als sieüber die Schwelle unserer Wohnstube schreiten wollte, sanftbeim Arm und sagte:Warte, mein Kind! Ich habe nochvorher ein Wort mit guten und bösen Geistern zu reden." Sie sah mich mit großen Augen an; ich aber wandtemein Gesicht ernst und starr, wie ein Gcisterbeschwörer,nach der Treppe hin und rief mit einem erschütterndenTone:Weiche von uns, du Stifter aller häuslichen Un-einigkeit, du aus dem Büchlein Tobiä bekannter EheteufclAsmodi!"

Und indem ich diesen Namen herausdonnerte und dabeimit dem Stock aufstampfte, fuhr aus einem nahen düsternWinkel ein schwarzer Unhold mit feurigen Augen hervor,schoß bei mir vorbei und die Treppe hinab. Ich entsetztemich darüber und mochte wohl ein Zerrbild des Schreckensdarstellen; denn Johanna schlug ein Gelächter aus, undjetzt erst besann ich mich, daß der fliehende Asmodi eingroßer Kater war, der eigentlich nicht in meinem Hausewohnte, aber bisweilen die Jagdgcrechtigkeit darin aus-übte.

Ich sammelte nun meine Gedanken wieder, breitete fle-hend die Arme aus und sprach mit zarter, melodischerStimme:Aber ihr Hausengel, Eintracht und Frohsinn,höret meinen Ruf, begleitet mich und die edle Gefährtinmeines Lebens über diese Schwelle, und bestreut uns mitBlumen den Weg bis zum Grabe!"

Guter Mann!" sagte Johanna, und küßte mich mitnassen Augen. Arm in Arm hielten wir dann unfernEinzug, genossen einige köstliche Ueberrestc des Hochzeit-schmauses, die man uns in den Wagen gepackt hatte, und