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tzer Ertraposten! Sie dürfen auf den Stationen, wo siecintreffcn, nicht länger als eine Stunde, höchstens zweiaufgehalten werden. Sv verordnet das allergnädigste Post-mandat."
„Was Sie mir sagen!" versetzte der Postmeister, indemer mit der größten Gelassenheit eine Prise Tabak schnupfte.„Sie verstehen ja das Postmandat, als wär'cs das ABC!— Aber was hilft's? Wir können doch keine Pferde vorIhren Wagen hcrausbuchstabiren."
Hiermit ging er i» seinen Schreibekäfich und brummtevor sich hin: „Wenn sich doch ein solcher Kegel nicht mau-sig machen wollte!"
Dieser Ausfall auf meine Kleinheit ärgerte mich ver-dammt. „Kommen Sie, meine Wertheste!" sprach ich laut.„Wir wollen in dieser Herberge der Unhöflichkcit und Pflicht-Vergessenheit unser Geld nicht verzehren."
„Gehn Sie zum Henker!" schnaubte der Bär in seinerHöhle und donnerte mit der Faust an die Breitwand.Ich erschrack und machte mich schnell mit meiner Brautaus dem Staube.
Wir eilten nach dem Gasthvfe. Ein wüstes Getöseschallte uns daraus entgegen. Die Münchthaler Messe,die den folgenden Tag einfiel, hatte das Haus mit Krä-mern und andern Fremdlingen angefüllt. Der Wirth lä-chelte stolz, als ich zwei Zimmer und in jedem ein Bettverlangte. „Welcher Gedanke!" sprach er. „Sehn Sienicht, daß ich beinahe von Gästen erdrückt werde? —Ich kann Ihnen nur ein Kämmerchen mit einem zwei-männischen Bette cinräumen; und das geschieht blos ausAchtung gegen Ihren schwarzen Rock und die Schönheitdieser Dame: sonst würde ich Sie auf die gemeinsameStreu in der großen Schenkstube verweisen."