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ich von ihrem rechten Lilienarme einen empfindlichen Stoßbekam und sammt meinem Fußgestclle die Länge lang rück-lings zu Boden fiel. Erschrocken kam sie mir zu Hülseund fragte dringend, was ich auf der Hutsche gemachthabe. Es wäre mir ein Leichtes gewesen, meinem ver-liebten Vorhaben ein Mäntelchen umzuwcrfen: aber nein,ich bekannte mit zärtlicher Schamröthe die Wahrheit. Ge-rührt ließ sich meine Braut zu mir herab und drücktemir, indem sie mich aufhob, einen Kuß auf die Lippen.Das war ein Minnesold, den ich der Wahrheit ver-dankte. O, belohnte sic alle ihre Bekenner mit solchenhimmlischen Labsalen, so hätte fie unfehlbar mehr Freunde,als sie jetzt aufwcisen kann.
4.
Meine Braut nippte nur wie ein Vögelchen von demWeine, den ich ihr vorsetzte. Er schien ihr nicht sonder-lich zu munden, ungeachtet ich vom edelsten Gewächs ge-fordert und einen baaren Reichsthalcr dafür bezahlt hatte.Auch dem Zwieback — der freilich in Gimpclwalde unteraller Kritik ist — that sie wenig Ehre an. Sie knappcrtenoch wie ein Mäuslein am ersten Scheibchen, als schondie frischen Postpferde kamen und die Reise fortging.
Die zwei nächsten Stationen, Rehfeld und Hellborn,legten wir ohne Anstoß zurück. Aber im Städtchen Münch-thal, wo wir gegen Abend eintrafcn, ward unser Reise-glück wetterwendisch. Der Postmeister erklärte uns, alswir Pferde forderten, kurz und rund: sein Stall sep ebenleer; er könne uns nicht eher als am folgenden Morgenweiter bringen. —
„Ei! wie so?" rief ich aus. „Ich kenne das Recht