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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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Vorbauungsmittel. Ich brach vor allen Dingen mit demmuthwilligen Ovid, der nur Ocl ins Feuer goß, allenUmgang ab, studierte dafür die Algebra und die chaldäischeSprache, und kasteite meinen Leib mit Fasten und Holz-sägen. So erhielt ich mich bei gesundem Verstände, bisendlich gerade nach Ablauf der gefährlichen Zeit, am TageBartholomäi, den vier und zwanzigsten August, früh umacht Uhr die sehnlich erwartete Botschaft aus der Residenzeintraf.Strick ist entzwei und ich bin frei!" schriebder Ohm.Nun machen wir Hochzeit, Herr Magister!Halten Sic sich zu jeder Stunde reisefertig. Ihre Brautfährt durch Gimpclwalde und wird Sie mit aufladen.Glückliche Fahrt!"

Man sicht, daß der alte Herr seine Ausdrücke nichtvorsichtig gewählt hatte. Er war in den Kaufmannsstylhineingerathcn, und behandelte mich wie einen BallenWaare. Ein armer Schlucker, wie ich damals war, mußviel verschlucken!

Mein Bräutigamsstaat lag schon längst in schönsterOrdnung bereit. Ich packte ihn unverzüglich in den Kof-fer, putzte mein Zimmerchen auf, nahm von meinen hohenVorgesetzten den bcnöthigtcn Urlaub, und holte in eigenerPerson vom Nathskeller eine Flasche süßen spanischen Sect,um meine Braut damit zu bewirthen. So war denn,nach des Oheims Sprechart, der Bräutigamsballcn zurAufladung fertig und erwartete die schöne Frachtführerin.

Ich schilderte deshalb den ganzen Tag am Fenster. Ge-gen Abend war ich so müde, daß ich auf dem Canapceausruhcn mußte. Ich nickte sogar ein bißchen. Plötzlichweckte mich Wagcngcrafscl. Ich sprang auf, stürzte nachdem Fenster, und zerstieß mit der Stirn eine große Glas-scheibe, daß sie in unzähligen Bruchstücken auf die Straße