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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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Schicklich und nöthig war es nun auch, mit meinesLiebchens ehrwürdigem Oheim, der in der Hauptstadtwohnte, schriftliche Unterhandlungen zu Pflegen. Er ant-wortete mit für einen reichen Mann, wie er cs ist, höf-lich genug, willigte mit gefälligen Worten in unsere Ver-bindung, und erklärte sich großmüthig, die Hochzeit inseinem Hause auszurichten. Doch behielt er sich vor, dieZeit zu bestimmen.Ich habe jetzt," schrieb er,nichtnur Einquartierung im Hause, sondern auch in den Fü-ßen , und bevor ich diese beschwerlichen Gäste nicht losbin, kann ich mich mit lieben Gästen nicht sorgenfrei se-tzen." So ward also meiner Sehnsucht nach der Ge-liebten ein sehr ungewisses Bcfriedigungsziel gesteckt. Ichschloß den guten alten Herrn in mein Morgen- und Abend-gebet ein, und bat den großen Arzt im Himmel, ihn baldvom Zipperlein zu erlösen.

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Doch lange, lange ward mein Gebet nicht erhört. Ichfehlte vielleicht darin, daß ich die erste Behörde, den hei-ligen Cyprian, überging. Er soll ein mächtiger Noth-hclfer bei des Zipperleins Aufällen scyn; da ich ihn abernicht um Beistand anrief, so ließ er cs ungezähmt schal-ten. Es hatte sich nun einmal vorgenommen, den ganzenSommer lang dem Oheim Gesellschaft zu leisten, und cswohnte bei ihm bis gegen das Ende des Monats August.Was ich indessen ausstand, das gäbe Stoff zu einem Buche:Zimpels Leiden betitelt. Jeder, den Cupido jemalsverwundete, kann sich meine Lage denken. Sie warddurch den Zusammenstoß meines Liebesfiebers mit denHundstagen in der That etwas bedenklich. Aber ich brauchte

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