Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
205
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hartnäckigen Sponsirers los zu werden, ist eine andereschnelle Wahl."

Sie lächelte mit gesenkten Augen; ich druckte ihre Handan mein Herz kurz, wir verlobten uns im Wagen.

Damit jedoch niemand meine Braut einer tadelhastenUebercilung beschuldige, so will ich dem Leser die wahreQuelle ihres so geschwind zu mir gefaßten Vertrauensentdecken.

Ich nannte ihr in dem Briefe, den ich von Rehfcld ausan sic schrieb, den Namen meines Freundes, bei dem ichin der Hauptstadt cinkchren wollte. Glücklicher Weise istdieser Freund was ich damals noch nicht wußte einVerwandter von ihr und das Orakel ihres Onkels. Erwird also wegen der aus meinem zärtlichen Briefchenzu erwartenden Anwerbung zu Rache gezogen. Es ge-schieht schriftlich, weil ihn eine Unpäßlichkeit nvthigct, dasZimmer zu hüten. Er antwortet:Magister Zimpcl istein grundehrlicher Mann; die Nichte kann keine bessereWahl treffen."

So weit ließ mich meine Braut das Briefchen lesen;es waren aber noch ein Paar Zeilen vorhanden, die sicmir nicht zeigen wollte. Ich bat dringend darum; sie gabendlich nach, und ich fand den ärgerlichen Zusatz:FreundZimpel hat den einzigen Fehler, daß er ein Pedant ist,ohne eS zu wissen, und dadurch in einen komischen Cha-rakter ausartet. Doch sein künftiges Weibchen wird ihnwohl nach und nach vom Schulstaube säubern." Ichschämte mich nun ein wenig, und zog mir im Stillen dar-aus die Lehre, daß cs nicht gut ftp, alles wissen und alleslesen zu wollen.

Hier könnte ich nun füglich die Feder nicdcrlcgen; doch