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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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will ich noch zum Beschluß meinen Einzug in Gimpel-pelwaldc beschreiben.

Ich hatte de» Postillon, ohne daß cs meine Braut horte,heimlich gestimmt, bei der Einfahrt ins Städtchen ausvoller Lunge zu blasen. Er that's redlich; und wie, nachden Worten eines alten Kirchenliedes, wenn die letzte Trom-pet' erklingt, die auch durch die Gräber dringt, alle Lei-ber auferstehen werden, so erfolgte auch jetzt, als das Post-horn schmetterte, eine allgemeine Auferstehung von allenStühlen und ein blitzschnelles Unfreisten der Fenster. Ichsaß in einem zierlichen Wagen, dessen Decke ich hatte Zu-rückschlagen lassen, neben meiner schönen Braut, und grüßterechts und links die staunende Volksmenge. Der Magi-strat, der eben in corpore vom Rathhause kam, verstei-nerte mitte» auf dem Markte. Ich machte den wohlwei-sen Herren wegen des mir ausgefcrtigten schimpflichenPasses ein äußerst kaltes Complimcnt. Meine Braut er-zeigte mir die Ehre, in meiner Wohnung abzutreten undErfrischungen einznnehmen. Die halbe Stadt lief vor demHause zusammen, und wich und wankte nicht, bis wiruns wieder in den Wagen setzten. Ich begleitete nämlichmeine Verlobte, die jetzt in ihre Heimath fuhr, vor's Thorhinaus, um auch durch jene Gegend der Stadt meinenTriumphzug zu halten.

Und so ist denn der Stein, den die Bauleute verwarfen,zum Eckstein geworden. Die reizlosen Jüngfcrchen inGimpelwalde verschmähten mich, und ich führe nun eineBraut heim, deren Schönheit sie alle weit überstrahlt.Einige von ihnen haben sich bereits, wie ich höre, darüberso krank geärgert, daß sie ärztlicher Hülfe bedürfen. Ichwünsche ihnen von ganzem Herzen gute Besserung; doch