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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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Dem Stadtrichter ward jetzt vor der Sachsenbuße bange.Das ist nämlich eine noch aus den alten sächsischen Rech-ten, hcrstammende Entschädigung, worauf ein unschuldigVerhafteter Anspruch mache kann. Aber das schwere WortSachsenbuße hätte beinahe den Stammler das Lebengekostet. Er arbeitete mit Gefahr des Erstickens eine volleMinute daran. Ungeduldig stampfte der Förster mit demFuße; der Stadtrichter crschrack, und wie ein Pistolenschußfuhr daß Wort plötzlich aus seinem Munde.

Also Sachsenbuße!" sagte Frischling.Das war derUngeheuern Muhe nicht Werth; damit wird's keine Nothhaben. In jedem Falle vertrete ich Sie, Herr Stadtrich-tcr, fordere Sie aber nun auch im Namen des Königsauf, die Verhaftung sogleich zu vollziehen."

Der Name des Königs wirkte so mächtig, daß der Stadt-richter im Nu seinen Trabanten ein Zeichen gab, mich inihre Mitte zu nehmen. Es geschah; er stellte sich an ihreSpitze und kommandirte:Ma ma marsch!"

Von den Gewappneten umdrängt und fest an den Ar-men gehalten, trat ich aus der Stube, um in den Kerkerzu wandern.Gott! was seh ich!" rief in der Hausthüreine Engelsstimmc, und Madame Ferber stand vor meinenAugen. Es war mir, als thäte sich der Himmel auf.Sie kommen, wie zu meiner Rettung gerufen, Madame!"sprach ich.Man hat mich eben Ihretwegen gefangengenommen." Sie sah mich starr an. Frischling stürztemit einem Freudenfluch aus der Stube heraus, machte derWittwe einen Kratzfuß und wollte ihr die Hand küssen.Erschrocken wich sie zurück, wandte sich zu mir und batmich »m Erklärung über meine Gefangenschaft. Ich konntenicht antworten, denn der Förster überschrie mich, erzähltedie Geschichte, und schien am Ende einen Lobspruch zu er-