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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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Das müssen Sic!" schnob er mich an.Die Eigeu-thümerin dieses Tuchs, die ich als meine Freundin verehre,wird seit vierzehn Tagen an ihrem Wohnorte vermißt;cs ist also ein höchst verdächtiger Umstand, daß ich ihrTuch, mit Blut befleckt, in einer fremden Hand finde."

So meynen Sic wohl gar, ich hätte die gute Frautodt geschlagen?" versetzte ich.

Das könnte wohl scpn!" sprach der Tölpel.

Ich lachte herzlich und sagte:Madame Fcrber lebt,befindet sich wohl und ist wahrscheinlich in einem höher»Grade meine Freundin, als die Ihrige."

Plötzlich loderte in seinen Angen die Flamme der Eifer-sucht auf. Er ging heftig auf und nieder und pflog mitsich Nath, wie er mich, den unerwarteten Nebenbuhler,auf die Seite schaffen, oder wenigstens das Bekcnntniß, woMadame Fcrber scp, von mir erpressen könne. Als ernun mit seinem Plane fertig scpn mochte, trat er wiedervor mich hin und sagte:Was Sie von Freundschaftschwatzen, ist Lug und Trug! Ich frage Sie demnach zumletzten Mal: wie kamen Sie zum Besitz des blutigen Tuchsund wo ist Madame Fcrber?"

' Ich erklärte ihm fest, daß er weder das eine noch dasandere von mir erfahre. Er drohte, mich arretircn zulassen. Ich lachte darüber; doch er machte Ernst.FrauHabcrstroh," sprach er zu dem Kattunmantel,ich gehe jetztaus, um die Gerichtspersoncn herbeizuholen. Hüte Sieindessen den Mann und lasse Sie ihn, bei Leib und Le-ben! nicht entwischen. Ich gebe Ihr dafür zum Wintereine Klafter Holz." Dieses Erbieten nahm die alteSchlange mit unterthänigem Dank an und stellte sich ge-schwind auf ihren Posten neben der Thür. Der Hund,dem sein Herr durch Zeichen befahl, mich zu bewachen,