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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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Mir schauderte bei dieser tragi-komischen Anekdote, undich konnte mich zugleich des Lachens kaum enthalte».

Er kommt mir vor wie der Ritter Blaubart, der sie-ben Weiber umbrachtc," suhr die Alte fort:denn er hatschon wieder eine junge Wittwe ans dem Korne, die ergern hcirathen möchte."

Eine Wittwe?" fragte ich, indem mir das Blut glühendins Gesicht schoß.

Ja, die Wittwe des in Buchenrode verstorbenen Pfar-rers Ferber."

Ich erschrak so, daß ich mich, um einer Ohnmacht vor-zubcugcn, meines Riechfläschchens bedienen mußte.

Aber sie flicht ihn wie die Pest," setzte die Erzählerintröstlich hinzu.Sic ist, um seiner Freicrei ansznweichen,heimlich verreist, er weiß nicht wohin, und hat sich deß-halb ausgemacht, sie zu suchen."

Wer ist denn dieser saubere Mann?" fragte ich.

Förster Frischling," antwortete sie leise; denn er kameben zurück. Ich konnte ihn nicht ansehen, so gram warich ihm. Er fuhr fort, den Popanz der Kinder zu spielen,bis wir in Münchthal vor dem Posthausc abstiegen.

Mißmuthig setzte ich mich hier in eine Ecke und dachtean meine Freundin, die mir der rohe Nimrod entführenwollte. Ich betrachtete seufzend ihr seidenes Tuch, dasUnterpfand ihrer Liebe. Blaubart der Zweite strich indes-sen in der Stube auf und ab. Auf einmal bleib er vormir stehen, sagte trotzig:Mit Verlaub!" riß mir zu-gleich das Tuch aus der Hand, besah den eingezeichnctenNamen, und fragte hastig, wie ich dazu komme.

Ans die ehrlichste Weise, mein Herr!" antwortete ich.Aber ich achte mich nicht verbunden, Ihnen darüber Redezu stehen."