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Hellborn an. Ihr Inhalt war ein stämmiger Forstmann,der durch einen bei sich habenden Jagdhund und eineBüchse seinen Stand beurkundete, und eine alte Frau, vonwelcher ich nur so viel melden kann, daß sic einen buntenKattunmantel trug, einer Zigeunerin ähnlich sah, fleißigTabak schnupfte und eine sehr geläufige Zunge hatte. BeidePersonen gefielen mir nicht; ich hoffte jedoch, mit ihnenauszukommcn, und ließ mich bis zur nächsten StationMünchthal als Passagier einschreibcn.
Auf der ersten Hälfte des Weges fiel nichts Merkwür-diges vor. Die Alte führte das Wort. Sie erzählte vonihren, mir völlig unbekannten Nachbarn und Gevatterin-nen die erbärmlichsten Alltagsgcschichtcn, rühmte sich gro-ßer Wundcrkuren, die sie durch Sympathie verrichte, underklärte alle Acrzte für unwissende Windbeutel. Ich schliefbei dieser Unterhaltung ein; doch der, Weidmann wecktemich von Zeit zu Zeit durch ein donnerndes Piff! paff! puff!womit er die am Wege stehenden Kinder erschreckte, indemer sie mit seiner auf sie gerichteten Büchse zu erschießendrohte.
„Das ist ein rechter Jsegrimm!" sagte die Afterärztin,als er einmal aussticg, um sich in einem Wirthshause zulaben. „Ein Barbar, ein Frauenmörder!" fuhr sie fort.„Er hat schon zwei Weiber unter die Erde gefoltert. Ach,die letztere Hab'ich gekannt! Sie war schön, wie ein Mut-tergottesbild. Aber täglich von ihm gemißhandclt, fing siean zu siechen; und als sie im Sterben lag, stand er kaltund gefühllos wie ein Stein vor ihrem Bette und schrieihr ins Ohr: Sophie! sag' mir noch geschwind, wie vielich Trauerflor auf den Hut und um den Arm brauche! —Doch sie blieb ihm die Antwort schuldig, denn sie war ebenverschieden."