zu unterhalten. Sie sprach witzig und munter und begei-sterte mich selbst zu ergötzlichen Einfällen. Ihr anmuths-volles Wesen bezauberte mich in einem solchen Grade, daßich mich förmlich in sie verliebt hätte, wäre mein Herznicht bereits in guten Händen gewesen.
Der Kaffee ward gebracht. Ich lud sie dazu ein undersuchte sie, das Schenkcnamt zu verwalten. Sic that csmit Anstand. Die Studenten saßen um uns her undrauchten Tabak um die Wette. Das war mir höchst ver-drießlich, weil ich besorgte, daß der unmäßige Dampf, deruberdicß nach wohlfeilen Blättern roch, der Dame beschwer-lich fallen möchte. Ich unterzog mich deßhalb der Mühe,die um sie herumwirbelnden Wolken mit meinem Taschen-tuchc zu zerstreuen. Sic dankte mir, versicherte jedoch, siescy dieses Weihrauchs gewohnt, weil ihr Herr Vetter, derPfarrer des Orts, unstreitig der stärkste Schmaucher imLande scy.
„Was Sie sagen!" rief ich aus. „Also war' es, bei sobewandten Umständen,'wohl auch mir erlaubt, ein Pfeif-chen anzusteckcn?"
„O, das thun Sie doch!" sprach sie. „Ich rauche selbstmit!"
Das hielt ich für Scherz; aber sie zog, so wahr ichlebe! einen schon geladenen Puffer aus ihrem Arbeitsbeu-tel hervor, und setzte ihn, ohne sich nach einem Fidibusumzuschen, an dem auf dem Tische stehenden Lichte tapferin Brand. Mit starrem Entsetzen sah ich das widrigeSchauspiel an. Das Studentenchor brach in ein wiehern-des Gelächter aus. Ich saß, wie in einen Stein verwan-delt, bis die Amazone mir ausgebrcitetcu Armen und mitder dampfenden Pfeife im Munde auf mich zuflog und miteiner männlichen Baßstimme sagte: „Nun, Magisterchen,