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willst Du mich heirathen?" — Voll Abscheu zog ich michschnell zurück, trat auf den vermaledeiten Pudel, der hintermir auf den Dielen lag, und fiel abermal über ihn sovollständig, daß ich die Beine hoch in die Luft streckte.Jetzt war cs doch nicht anders, als wollten die Studen-ten und die wilde Dirne das Haus zu Boden lachen. Siewarf zugleich den Hut und das seidene Ueberklcid ab undward so der leibhafte Studiosus, der eine halbe Stundezuvor mit einem Judaskuß von mir Abschied nahm, ummich durch diese Mummerei zum Narren zu haben.
Ich setzte mich zornig in Positur, ihm eine Strafpredigtzu halten; aber der Jubel seiner Mitverschwornen ließ michkein Wort zu Markte bringen, und am Ende war ich's,der einen Wischer bekam. „Das haben Sie mit IhrenSünden verdient, Herr Magister!" sprach ein Bramarbas.„Wie konnten Sic, ein so gediegener Philister, sich unter-fangen, uns Philister zu schelten? — Das mußte bestraftwerden, damit Sic künftig vor Studenten gebührendenRespekt haben."
Ei verflucht! dachte ich und rannte in die Schreibstube,um dem Postmeister zu melden, daß ich für jetzt nicht wei-ter reise. „Wie cs Ihnen beliebt!" sprach er; aber dieRückzahlung des leider schon erlegten Paffagiergeldes schluger rund ab. Was war zu thun? Ich hätte lieber hundertReichsthaler verloren, als mich wieder mit den muthwil-ligcn Buben in den engen Nothstall der Kutsche cingesperrt,und mich obendrein der Gefahr ausgesctzt, daß sie mir inder Hauptstadt auf allen Schritten nachschlichen, meineGange zu Madame Fcrber ausspürte» und mir schlimmeHändel bei ihr machten. Ich ließ also mein Rcisegeräthabpackcn und versteckte mich vor den bösen Geistern, bissie von dannen fuhren.