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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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rend der kurzen Zeit des Pferdewcchscls die zerstörte Ord-nung unmöglich wieder Herstellen ließ. Es schien mirauch unschicklich, mich mit einer Kopfwunde, wie einSchenkcuheros, vor der eleganten Welt der Hauptstadt se-hen zu lassen, und übcrdieß war mir der schreibseligeBeobachter ein unerträglicher Ncisekompan. Ich entschloßmich also, wiewohl höchst ungern, die folgende Post inNchfcld abzuwarten.

Die schöne Wittwc erschrack, als ich ihr die eiserneNothwcndigkeit meines Dableibcns ankündigte. Ich wollteihr das seidene Diadem, das sie mir um den Kopf ge-wunden hatte, zurückgeben; aber sic erlaubte mir durch-aus nicht, es anfzulöscn. Sic nehme, sagte sie. das Tuchnicht eher als in der Hauptstadt von mir an, und auchdann nur, wenn ich's ihr in eigner Person überbrächte.O, wie beseligten mich diese klaren Zeichen der Liebe!Sie nannte mir Straße und Haus, wo sie in der Haupt-stadt bei einem Oheim wohne, den sie besuchen wolle.Ich führte sic zum Wagen. Sie drückte mir beim Ein-steigcn zärtlich die Hand. Ich mußte mich wegwcnden,um eine hervorqucllcnde Thränc zu verbergen. Indessenverschwand der Engel.

Seitdem habe ich nun hier im Posthause drei langwei-lige Tage und eben so viel schlaflose Nächte verlebt; dennMorpheus und Amor vertragen sich nie mit einander.Ich konnte mich nicht bezähmen, mit einer hier durchge-henden reitenden Post ein hcrzvolles, gleichsam mit Cu-pido's Pfeile geschriebenes Briefchen an meine liebenswür-dige Freundin abzusendcn. Aber wird auch der kalte Buch-stabe kräftig genug seyn, mich gegen feurige Nebenbuhlerzu schützen? Kann mich nicht vielleicht früher, als ichin der Hauptstadt anlange, ein unternehmender Herzens-