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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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summarisches, bis zum späten Abend dauerndes Verhörüber die andern ihm zur Last fallenden Vergehungen aus-halten, damit er sich nicht vorher mit seinem Schwieger-söhne darüber besprechen und berathcn konnte.

Von diesen Vorgängen wußte man im glücklichen Schlossenichts, und Herr Schneller erhielt, indem noch sein Schwie-gervater vor dem peinlichen Richter ans einem heißen Bretestand, von oben herab dieses Billct:

Mein Herr Stadtdirector!

Ich mache Ihnen hiermit bekannt, daß ich schonseit acht Jahren, durch einen mit dem Grafen vonWartstcin abgeschlossenen Kauf, Erb- und Eigenthums-herr der Stadt und Herrschaft Fchdingcn bin, undmir eben jetzt das Vergnügen gewährt habe, sie mei-nem leiblichen Sohne, der bisher am hiesigen Orteunter dem Namen Franz Handelsgeschäfte trieb, zumGeschenk abzutrctcn.

Ich ersuche Sie, dem Magistrat und der Bürger-schaft davon Nachricht zu crthcilen.

Graf von Falken bürg,sonst Hermann genannt.

Schneller rieb sich die Augen: er glaubte zu träumen.Der Alte vom Berge ein Graf? Der HofkammerrathFranz sein leiblicher Sohn und Erb- und Gerichtshcrrvon Fehdingc»? Das klang ihm wie ein Mährchenaus Tausend und Einer Nacht. Aber es stand mit dendeutlichsten Buchstaben von Hermanns wohlbekannter HandVor ihm auf dem Papiere, und cs änderte sich keine Sylbe,er mochte das Bittet von vorn oder von hinten lesen.Er rannte damit ohne Hut aus dem Hause, schrie dieSchreckenskunde bei seinem Schwiegervater, der noch im