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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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vor, de» erhaltenen Anftrag mit schonungsloser Strengezu vollziehen. Er entdeckte bald, daß Bullings geräucher-tes Privilegium sammt den dazu geschmiedeten Nathsaktenelende Machwerke eines eben so frechen als einfältigenBetrugs waren. Advokat Rauf und der Direktor hattendie Dummheit begangen, sich dazu eines Papiers zu be-dienen , das in einer erst seit wenigen Jahren erbautenMühle verfertiget war. Es verrieth seine Jugend durchden cingezeichnctcn Namen des Müllers, der kaum dreißigJahre alt sepu mochte, und also nicht schon vor fünfzigJahren Papier gemacht haben konnte.

Gerade zn derselben Stunde, da Jonas seinen Feind,indem er ihn zn einem Landstreicher erniedrigen wollte, inden Grafenstand erhob, traf der Amtmann in Fchdingenein, um an Ort und Stelle Gericht zn halten. Er ließsogleich die Herren Jonas und Schneller in sein Absteige-Quartier rufen, und verhörte einen nach dem andernüber den gespielten Betrug. Natürlich läugncten Beide;doch der übcrführcnde Zeuge, der ans dem Papiere selbstwider sie austrat, zwang sic zum Geständnisse der Wahr-heit. Jonas schob rasch die Schuld auf seinen Sachwal-ter; allein es half ihm nichts, da er besonders noch vielanderes Werg am Nocken hatte. Der Amtmann kündigteihm und seinem Eidam Hausarrest an, und hatte schonbewaffnete Mannschaft bei sich, die sie bewachen sollte.Durch diese Maßregel erschreckt, baten sie dringend, sienicht vor der ganzen Stadt zu beschimpfen. Der Amtmannwollte eben nicht härter verfahren, als ihm seine Pflichtgebot: er ließ sie daher, in Betrachtung ihrer Ansäßigkeitgegen gehörige Sicherheitsstellnng frei. Doch entsetzte ervor der Hand, bis zum Ausgang der Sache, de» Direktorseines Amtes, und Jonas mußte noch auf der Stelle ein